Doreen Lendel | 04.12.2025 - 15.12.2025
Im Dezember 2025 durfte ich eine 12-tägige Inforeise durch Namibia unternehmen. Vom 04.12. bis 15.12.2025 führte mich diese beeindruckende Reise durch einige der schönsten und abwechslungsreichsten Regionen des Landes. Die Route verlief von Windhoek über Swakopmund, das Erongo-Gebirge, den Etosha-Nationalpark, weiter nach Otjowarongo und Okahandja und endete schließlich über Johannesburg in Pretoria.
In Swakopmund übernachteten wir im traditionsreichen Hansa Hotel, das mit sehr gutem Service und hervorragender Küche überzeugte. Besonders angenehm empfand ich, dass fast alle Mitarbeiter Deutsch sprechen. Von hier aus empfehle ich unbedingt einen Ausflug nach Walvis Bay mit einer Katamarantour zu den Robbenbänken inklusive Austernprobe. Ebenso sollte man sich eine Wüstensafari nicht entgehen lassen – sie gehört zu den absoluten Höhepunkten dieser Region.
Ein weiterer beeindruckender Stopp war das Erongo-Gebirge, wo wir in der Ai-Aiba Lodge übernachteten. Von jedem Zimmer aus genießt man einen grandiosen Blick über die traumhafte Landschaft. Angeboten werden hier Wanderungen, Fahrradtouren und Pirschfahrten, die mit einem stimmungsvollen Sundowner enden – ein unvergessliches Erlebnis.
Am Etosha-Nationalpark waren wir sowohl im Etosha Safari Camp als auch in der Mokuti Lodge untergebracht. Besonders die Mokuti Lodge hat mich mit ihrem edlen, afrikanischen Stil begeistert. Sie verfügt über einen großen Pool und sogar einen eigenen Reptilienpark mit Schlangen. Hervorzuheben sind hier vor allem das ausgezeichnete Essen und der sehr aufmerksame Service. Die Pirschfahrten im Etosha-Nationalpark zählen ohne Zweifel zu den absoluten Höhepunkten jeder Namibia-Reise.
Auf dem Weg Richtung Süden ist ein Aufenthalt in der Okonjima Lodge ein absolutes Muss. Die Lodge engagiert sich stark für den Schutz der Leoparden und bietet ein ganz besonderes Flair. Man fühlt sich hier wie im Paradies und kann den Tieren sehr nahekommen. Auf den Pirschfahrten erfährt man viel Wissenswertes über Leoparden und kann sie mit etwas Glück auch in freier Wildbahn beobachten.
Zum Abschluss der Reise empfehle ich eine Übernachtung in der Okapuka Lodge nahe Windhoek. Auch sie ist wunderschön eingerichtet und bietet eine beeindruckende Artenvielfalt – hier leben sogar Nashörner, die man auf Pirschfahrten sehen kann.
Kulinarisch ist Namibia stark von Fleischgerichten geprägt. Besonders Antilope, Rind und Lamm stehen häufig auf dem Speiseplan. Da die Entfernungen groß sind, wird meist in den Lodges selbst zu Abend gegessen, wo das Essen durchweg sehr hochwertig ist. In größeren Orten wie Windhoek oder Swakopmund, zum Beispiel im Restaurant „The Tug“, kann man ebenfalls hervorragend essen, sollte jedoch unbedingt vorab reservieren.
Zu den vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten zählen neben Safaris und Pirschfahrten auch Wüstentouren, Wanderungen sowie Begegnungen mit Einheimischen. Besonders beeindruckend fand ich den Besuch der San im Erongo-Gebirge, die ihre traditionelle Lebensweise zeigen und wunderschönen Schmuck aus Nüssen, Pflanzenkernen und Straußeneiern herstellen. In Okahandja lohnt sich zudem ein Besuch des einheimischen Holzmarktes. Beliebte Mitbringsel sind außerdem Biltong, das landestypische Trockenfleisch, sowie kleine Souvenirs aus den Shops der Lodges.
Typisch für Namibia ist die entspannte Lebensart – alles läuft ein wenig langsamer, ganz nach dem Motto „slow“. Diese Gelassenheit habe ich als sehr angenehm empfunden und sie passt perfekt zur Weite und Ruhe des Landes.
Praktische Hinweise: Die Landeswährung ist der Namibia-Dollar, wobei etwa 20 N$ einem Euro entsprechen. Geld kann direkt am Flughafen getauscht werden. In den Lodges ist Kartenzahlung problemlos möglich, auf Märkten wird Bargeld benötigt. Trotz des Direktflugs von etwa zehn Stunden ab Frankfurt entsteht kaum Jetlag, da Namibia im Winter nur eine Stunde voraus ist. Ein Stromadapter wird empfohlen, wobei viele Lodges bereits europäische Steckdosen anbieten. Die Kleidung sollte locker und leger sein; Sonnencreme, Kopfbedeckung sowie kurze und lange Hosen gehören unbedingt ins Gepäck.
Namibia hat mich mit seiner Weite, der faszinierenden Tierwelt, den hochwertigen Lodges und der besonderen Ruhe tief beeindruckt. Diese Reise bleibt für mich ein unvergessliches Erlebnis.